Der Stammbaum der MFO

Am 30. Juni 1863 gründet P.E. Huber zusammen mit M.M. Jackson, seinem Lehrmeister bei Escher Wyss, in Oerlikon die Firma P.E. Huber & Cie. - Giesserei für Schmiedestücke.

Die Gebäude dieser ersten industriellen Unternehmung werden 1872 durch die Vermittlung von Huber von der Werkzeugmaschinenfarbik Daverio, Siewerdt & Giesker übernommen, die ihre gesamte Unternehmung von Rorschach nach Oerlikon zügelt.

1876 wird aus dieser Fabrik nach einer Reorganisation die Aktiengesellschaft “Werkzeug- und Maschinenfabrik Oerlikon” und P.E. Huber wird in ihren Verwaltungsrat gewählt und wird bald ihr Direktor.

1891 verlässt Charles E. Brown die MFO nach 7 Jahren und gründet mit Walter Boveri, zuvor ebenfalls bei der MFO angestellt, die Brown, Boveri & Cie. in Baden.

1896 wird die Accumulatoren-Fabrik Oerlikon gegründet, sie ist zunächst in den Gebäuden der MFO untergebracht, die zuvor selber Accumulatoren gebaut hat.

1906 wird der Werkzeugmaschinenbau in eine eigene Firma ausgegliedert, der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, und später an eine deutsche Firma verkauft. Deren Prokurist, Emil Georg Bührle, übernimmt die Firma Ende der 1920er Jahre und baut sie zum grösten Rüstungskonzern der Schweiz aus. Das Nachfolgeunternehmen mit verschiedenen Technologieprodukten trägt seit 2006 den Namen OC Oerlikon.

Seit 1919 baut die MFO als Société Oerlikon im französischen Ornans Bahnmotoren und Transformatoren. Die Fabrik wird später von Alsthom übernommen.

1967 wird die MFO von der BBC übernommen. Nach dem Zusammenschluss mit der schwedischen Asea hat die neu geschaffene ABB ihren Hauptsitz nun in Oerlikon, einen Steinwurf vom alten Direktionsgebäude der MFO entfernt.

BBC, SWO und die Accumulatorenfabrik sind zwar geschichtlich oder personell mit der MFO verbunden, die MFO hat aber keine unternehmensrechtliche oder finanzielle Verbindung zu diesen Firmen.