Die Familie Huber

Der Vater P. E. Huber-Werdmülller und sein Sohn E. Huber-Stockar haben nicht nur  die MFO gegründet bzw. weitergeführt, sondern sich auf vielfältige andere Weise für Zürich und die Schweiz verdient gemacht. Zwei Jahre lang lernte P. E. Huber bei den Gebrüdern Sulzer in Winterthur unter der Leitung des genialen Ingenieurs Charles Brown. Später arbeitet er bei Escher, Wyss & Cie. Neben der Gründung der Maschinenfabrik war er auch in anderen Bereichen aktiv. Er wurde 1889 Präsident des  ersten elektrolytisch arbeitenden Aluminiumunternehmens Europas, der “Aluminium Industrie Aktiengesellschaft” (A.I.A.G.), die in Neuhausen (später auch in Rheinfelden) Aluminium produzierte. Die MFO lieferte damals die grössten Gleichstromgeneratoren der Welt und die A.I.A.G wurde für einige Jahre weltweit der grösste Aluminiumproduzent.

Er war die treibende Kraft im Gründungskomitee der Uetlibergbahn und setzte sich gegen die Kritik vieler Kollegen mit dem Vorhaben durch, mit der Bahn ohne Hilfe von Zahnrädern oder Zugseilen eine Steigung von 7% zu befahren, ein damals unerhörtes Unterfangen. Er war von der Machbarkeit so sehr überzeugt, dass er seine Kollegen sogar an einem Wintertag zur Testfahrt, die problemlos verlief, einlud.  Herr Riggenbach, der Erbauer der Rigi-Bahn, beglückwünschte Huber zu diesem nicht erwarteten Erfolg.

Schon früh erstellte Huber zusammen mit dem Stadtarchitekten A. Bürkli ein Gutachten über ein Trambahnsystem in Zürich. Die Einführung wurde aber lange politisch verschleppt. Später wird Huber Gründer und Präsident der Zürcher Strassenbahn Gesellschaft, die zunächst noch mit Pferdegespannen arbeitete. 1892 plant er zusammen mit der MFO eine elektrische Strassenbahn für die Strecken Bellevue - Kreuzplatz - Burgwies und Bellevue - Pfauen - Römerhof - Kreuzplatz. 1893 wird die “Elektrische Strassenbahn Zürich” gegründet.  Huber wird deren technischer Leiter und Direktionsmitglied. 1894 fährt die erste elektrische Eisenbahn in Zürich.

P.E. Huber bewies immer wieder unternehmerisches Risiko und verhalf der noch jungen MFO 1891 zu Ihrem wohl grössten Erfolg: der Kraftübertragung von Lauffen nach Frankfurt.

Sein Sohn, Emil Huber, übernimmt 1891 mit nur 26 Jahren die Leitung der Firma und bleibt  bis 1910 Direktor der MFO. Danach arbeitet er in der Studienkommission zur Elektrifikation der Schweizer Bahnen und wird schliesslich Oberingenieur für elektrische Zugförderung bei den SBB. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört die Elektrifikation der Gotthardstrecke.

Emil Hubers Mutter, Anna Marie Werdmüller, engagiert sich im Zürcher Frauenverein für Mässigkeit und Volkswohl und ist viele Jahre lang Präsidentin des Vereins. Emils Bruder, Max Huber, ist viele Jahre Präsident des Verwaltungsrates der MFO. Später wird er zum Präsidenten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag.

Das Engagement der Familie Huber ging weit über die Grenzen der MFO hinaus und sie hat die technische Entwicklung Zürichs und der Schweiz massgeblich mitgestaltet.